'Das Ende einer Reise' - die Bilder hängen

Der Transport der Panoramen nach Vechta hat gut geklappt und sie sind inzwischen gehängt. Die Ausstellung ist bis Ende Februar in der Kirche am Campus zu sehen. Es ist auch ein Vortrag über meinen Einsatz auf Lesbos geplant - das genaue Datum wird noch veröffentlicht.

'Das Ende einer Reise' in der Campus-Kirche Vechta

Ab den 18. Oktober bis Ende Februar 2019 wird in der Campuskirche Vechta, Feldmannskamp 1 in 49377 Vechta die Bilderserie ‘Das Ende einer Reise’ zu sehen sein. Die großformatigen Panoramen zeigen Orte auf der Ferieninsel Lesbos die mit der Flüchtlingsbewegung eng verknüpft sind.

Um an diese Orte zu gelangen habe ich mich für einen Monat in einer kleinen NGO - der NoBorderKitchen engagiert. Das verschaffte mir die nötigen Informationen, gab mir aber auch Einblicke mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Die Ausstellung kann zu den regulären Bürozeiten der Campuskirche besucht werden

Im Verlauf der Ausstellung ist auch ein Bildvortrag geplant in dem ich von meiner Zeit auf Lesbos berichten werde.

Mit Freundlichen Grüssen

“Mit freundlichen Grüssen” betitelten die Künstler Almut Rybarsch-Tarry und Hendrik Müller ihre Kunstaktion für Menschen jeden Alters.
Hierbei konnten die Besucher kleine Pflastersteine mit eigenen Botschaften, Wünschen, Gedanken etc. bemalen, bekleben und beschreiben.
Im Anschluß wurden die fertigen Steine fotografiert, als Postkarten ausgedruckt und waren sofort verschickbar, sowohl für die normale Post als auch für die sozialen Netzwerke. Oder einfach zum mitnehmen der eigenen Grüsse.
Zum bekleben brachten die Teilnehmer sich z.B. Zeitungsausschnitte, Glanzbilder, Fotokopien oder Ausdrucke mit oder griffen zu Pinsel und Farbe.

Die Aktion fand am Samstag den 15. September von 15:00 bis 22:00 auf dem Strassen- und Familienfest der Quartiersdemokraten auf dem Wilhelmplatz in Dortmund-Dorstfeld statt.

Konscht-Tour in Vianden

Friday at noon I arrived with a transporter full of pictures and stuff in Vianden (Lux) and started my work, installing my stuff in the rooms provided in the old old peoples home, which is quite in the center of this little city.

It turned out more complicated as expected - the old building was strengthened in concrete on the inside and there was no normal electricity left in this part of the building.

The organization of this event provided a cable leading to my rooms ans I started my work installing some lights to present my work suitably.

All big pictures essentially needed to be mounted by drilling in the stone.

On Saturday afternoon there was a VIP-tour for all artists and members of the Konscht-Tour. The official opening days for all are this sunday and monday.

Freitag Mittag war ich in Begleitung eines Transporters voller Bilder und Material in Vianden (Lux) angekommen und machte mich daran, mich in den zur Verfügung gestellten Räumen im alten Altenheim, ziemlich im Zentrum des Städtchens, einzurichten.
Es war etwas schwieriger als erwartet - das Gebäude war innerlich komplett mit Beton verstärkt worden und es gab in meinem Gebäudeabschnitt keinen Strom mehr.
Der Veranstalter hatte mit einer Kabeltrommel Strom in meinen Bereich gezogen und ich habe mit daran eine eigene Beleuchtung installiert.
Alle größeren Bilder mussten mit der Schlagbormaschine gedübelt werden.

Am Samstag um 15:00 war eine Tour für die Mitglieder des ausrichtenden Kunstvereins und die teilnehmenden Künstler - der offizielle Teil für alle ist an Pfingstsonntag und -Montag.

The weather was quite fine (until now) so that may people came out of their apartments into the city.

The event uses many places all over Vianden for exhibits: unused working places, empty shops and other places. But also regular ateliers and galleries.

There's a map whre all places are marked on and many others have harmonized their events or business on this weekend.

I quite like my place in the old old peoples home - but maybe, I a still a bit too young to live here...


Das Wetter spielt über Pfingsten mit so das viele Leute aus ihren Wohnungen in die Stadt gelockt wurden.
Die Veranstaltung breitet sich über viele Standorte in Vianden aus - ungenutze Werkstätten, Ladengeschäfte und andere Orte. Aber auch reguläre Ateliers und Galerien.
Es gibt eine Wanderkarte auf der man sich die Orte erlaufen kann und alle anderen Einrichtungen in Vianden haben ihr Programm auf die Veranstaltung abgestimmt.

Mir gefällt mein Plätzchen im alten Altenheim ganz gut - obwohl, für’s Altenheim bin ich vielleicht noch ein wenig zu jung…

Am Horizont: die Offenen Ateliers 2017

Dieses Jahr gibt es wieder stadtweite offene Ateliers in Dortmund - wegen der großen Zahl teilnehmender Ateliers auf zwei Wochenenden verteilt.

Westlich der B54 am 2. und 3. Juni 2018 und östlich der B54 am  9. und 10. Juni 2018

Der offizielle Flyer der offenen Ateliers 2018

Die Öffnungszeiten an beiden Wochenenden:
samstags 15–20 Uhr
sonntags 11–18 Uhr

Mein Atelier wird am Wochenende 2. und 3. Juni mit dabei sein.

'Konscht-Tour' 20. und 21.5. 2018

This year I will participate at the 'Konscht-Tour' in Vianden, Luxembourg. During these two days the whole city will practically convert into one big art-gallery.

Dieses Jahr werde ich in Vianden un Luxemburg an der 'Konscht-Tour' teil nehmen. An diesen zwei Tagen verwandelt sich quasi der gesamte Ort in eine große Galerie.

For those who will be there: one can find me in the old old peoples home....

Für die, die zufällig dort sind: man kann mich im alten Altenheim finden...

'I Wanna Be Your Dog' - Künstlerhaus Dortmund

From the 5. of may till the 1. of july there's the exhibition 'I Wanna Be Your Dog' - Animal Liberation in contemporary Art in the Künstlerhaus Dortmund, Sunderweg 1.
There's 14 Artists presenting their positions on this topic. Theres a also a series of events on this topc in the Pauluskirche in Dortmund durig this period.
I am with the exhibition with my series 'Das Tier im Wir' (the animal in us). This time it's not a series of pictures hanging on the wall but a media installation in the Tiefkeller, the former entrance to the old coal mine nearby.

Vom 5. Mai bis 1. Juli findet im Künstlerhaus Dortmund im Sunderweg 1 die Ausstellung 'I Wanna Be Your Dog' - Animal Liberation in der aktuellen Kunst statt
14 Künstler zeigen in dieses mal ihre Positionen zu diesem Thema. Die Pauluskirche bietet dazu ein umfangreiches Begleitprogramm.
Ich bin mit meiner Serie 'Das Tier im Wir' in der Ausstellung vertreten. Diese mal nicht mit gehängten Bildern sondern mit einer Medien-Installation im Tiefkeller, dem ehemaligen Zugang zur alten Zeche.

In this projection the overlap of animal and human appear totally different than pictures hanging on the wall. The loop of about 7:30 min together with an acoustic atmo give a disembodied impression in the narrow and deep room

This is the link to the installation-video

Als Projektion wirken die Überlagerungen von Tier und Mensch noch mal ganz anders. Der knapp 7:30 Minuten lange Loop wirkt zusammen mit einer akustischen Atmo in dem tiefen, schmalen Raum geisterhaft enthoben.

Hier ist der Link zum Video der Installation

Ein Film-Teaser

For the Weltrettungsapotheke (world saving pharmacy) I produced a small teaser, giving an idea about what to expect...

Für die Weltrettungsapotheke habe ich mal einen kleinen Teaser erstellt der neugierig auf die Ausstellung machen soll (was sonst?)

Temporäre Kunst / temporary Installation: Weltrettung 2

For the actual exhibition 'Weltrettungsapotheke' (world saving pharmacy) there was need for some specific furniture. So, an old lightbox was converted into a display, showing more or less creepy things conserved in colored gelatin quite impressively.

Für die Weltrettungsapotheke sind diverse Einrichtungsgegenstände entstanden. So auch ein Leuchttisch der sich in ein Displayregal verwandelte um in Gelatine eingelegte Dinge im Stil einer sehr alten Apotheke mit mehr oder weniger unheimlichen Exponaten effektvoll auszustellen.

This installation is limited for the period of the exhibition. One can expect that the gelatin will disintegrate after this time. Right now the exhibits are changing their appearance. A part of the conserves are wine gum animals embedded in gelatin. Their colour and shape diffundates slowly into the surrounding media till it is no more recognizable. AN allegory for the impossibility to save things for eternity.

Diese Installation ist für den Zeitraum der Ausstellung beschränkt. Es ist zu erwarten das sich die Gelatine nach der Ausstellung zersetzt. Bereits jetzt kann verändern sich die darin ausgestellten Gegenstände: teilweise wurden Weingummitiere in das Medium eingebettet. Ihr Farbe und Form diffundiert sehr langsam in das umgebende Medium bis zur Unkenntlichkeit . Ein Sinnbild für die Unmöglichkeit, Dinge in die Ewigkeit zu retten.

Noch eine Woche bis zur Eröffnung der Weltrettungs-Apotheke

At the 17. march the 'Weltrettungs-Apotheke' (the world-saving pharmacy) will be opening at the likely smallest gallery in Dortmund, the 'Kunstbonbon, a former kiosk. For all artists there was two rules. Panels for the wall should have a size of 40x40 cm (except sculptures). Every piece of art must contain at least one stool sample tube. I developed two pieces for the upcoming collection.

Am, 17.3. eröffnet die Weltrettungs-Apotheke im Kunstbonbon. Für die einzureichenden Kunstwerke wurde uns folgende Bedingung gestellt: Wandpaneele sollten eine Größe von 40x40 cm haben, Skulpturen bzw frei stehende Kunstwerke können andere Masse haben. In jedem Kunstwerk muss mindestens ein Stuhlproben-Röhrchen verarbeitet sein. Ich bin mit zwei Erzeugnissen am Start.

'Wer im Dreck Gräbt' (When you're digging for dirt)

When you're digging for dirt - you will be burning dirt.... A digger for digging brown coal is decorated with the spoons found in stool sample tubes. It symbolizes the stuff RWE is digging out of the ground in the rhine region. Brown coal is after turf the most inefficient fossil energy carrier of our times. Digging for this stuff emits vast amounts of methane, burning it very much CO2 - this kind of producing electricity is the reason why Germany can't reach the targets for climate protection. It's rather the maximum damage for environment and atmosphere.

'Wer im Dreck Gräbt' - der verbrennt auch Dreck.... Ein Braunkohlebagger mit den Schäufelchen aus Stuhlprobenröhrchen dekoriert symbolisiert, was RWE am Niederrhein so aus der Erde holt um es zur Stromgewinnung zu verbrennen. Braunkohle ist nach Torf der ineffizienteste fossile Energieträger unserer Zeit. Bei der Gewinnung dieses Brennstoffs werden Unmengen Menthan frei gesetzt, bei der Verbrennung CO" in rauhen Mengen - diese Art der Energiegewinnung sorgt dafür das Deutschland die aktuellen Klimaziele nicht erreichen kann. Mehr Schaden für Umwelt und Atmosphäre kann man fast nicht erreichen.

Weltkonserve (conserving the world)

'conserving the world' - ten stool-sample-tubes have been converted into small, luminous consere-tubes. Inside of them is sleeping what I want to protect for this world

'Weltkonserve' - zehn Stuhlprobenröhrchen wurden zu kleinen, leuchtenden Konservenröhrchen verwandelt. In Ihnen schlummert, was ich dieser Welt erhalten möche

8.8.: Blam!s Tierleben in der Blam

Gerade noch im letzten Moment habe ich den Dreh geschafft, mich mit ein paar meiner Tiere bei der Blam! zu bewerben. Nun sind sie zusammen mit den Werken von knapp 90 anderen Künstlern bis zum 7.1.'18 dort zu sehen.

Heute Abend war Eröffnung - die Stippvisite ergab: volles Haus und gute Stimmung - und dann dazu noch die wirklich sehr vielseitig produzierten Kunstwerke mit tierischem Bezug. Die Ausstellung ist unbedingt einen Besuch wert.

Die Blam! findet sich in der Lange Straße 92, 44137 Dortmund. Dort ist mittwochs von 16-19 h und sonntags von 13-16 h geöffnet.  Es ist aber auch möglich, individuelle Besuchstermine abzustimmen.

 

'Bunter Teller' - Eine Art Weihnachtsmarkt im Kunstbonbon

Die liebe Karin hat auch in diesem Jahr wieder das Kunstbonbon in den Wochen vor Weihnachten zu einem hoch künstlerischen Weihnachtsbasar umgewandelt.

 Der Flyer zum 'Bunten Teller'

Der Flyer zum 'Bunten Teller'

 Die Rückseite des Flyers 'Bunter Teller'

Die Rückseite des Flyers 'Bunter Teller'

Leider konnte ich zur Eröffnung nicht da sein aber der Aufbau im Kunstbonbon hat schon mal eine Menge Spaß gemacht. Ich bin mit einem Sortiment lustiger Panoramen und zauberhaften Engel-Postkarten mit von der Partie...

Vorweihnachtlicher Kunstmarkt im Atelier Ariane Zuber in Bad Karlshafen

Am Wochenende des 25. November fuhr eine Dortmunder Delegation ins lauschige Bad Karlshafen um sich dem Nervenkitzel eines vorweihnachtlichen Weihnachtsmarkts hin zu geben...

Na, nennen wir's mal anders: Ariane Zuber hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine Veranstaltung mit verschiedenen Künstlern und einer Fotoausstellung lokaler Fotografen an den Start gebracht. Also räumten wir unsere Kunst in den Caddy, packten den Einkochtopf und die Popkornmaschine dazu und fuhren für ein paar Tage an die Diemelmündung.

So entstand eine Veranstaltung mit breit gefächertem Angebot. Zusätzlich zu unseren Werken gab es auch noch eine Ausstellungseröffnung: Lokale Fotografen hatten eine Safari durch Bad Karlshafen unternommen und erstaunliche Ansichten aufgenommen. Die Gäste der Eröffnung haben ziemlich Zeit damit verbracht über die Orte nach zu rätseln an denen die Fotos aufgenommen wurden.

Nachmittags machten wir einen Bastelworkshop: wir weihten unsere Besucher in die Geheimnisse stilvollen Weihnachtsschmucks ein...

Das Interesse an der Veranstaltung war groß - bis in den Abend hinein kamen Menschen die sich lang interessiert in dem Raum aufhielten. Da konnte nicht allein der Glühwein dran Schuld sein.

Ich hatte für die Veranstaltung ein Sortiment von Panoramen erstellt die Motive in Bad Karlshafen zeigen. Schließlich kann ich ja auch Rätsel liefern ;-)

 

 

Müller bei KurzvorKunst

Vier Wochen vor Weihnachten, die Winter KurzvorKunst in Bochum Langendreer: ein feucht-fröhliches (Regen-)Wochenende unter sympatischen Kollegen.

Die Sachen für meinen Stand habe ich mit Rad und Anhänger transportiert. Dafür habe ich eine kleine Laderaum-Vergrößerung an meinem Anhänger vorgenommen.

Ich muss zugeben das ich mich ein bisschen mit dem zu transportierenden Gewicht verrechnet habe. an den Steigungen zwischen Dortmund und Langendreer entpuppte ich mich als fahrbares Verkehrshinderniss.

 Müllers internationale Kunst-Transporte in Bochum

Müllers internationale Kunst-Transporte in Bochum

Das Wochenende in Bochum war jetzt nicht dringend der interantionale Durchbruch, aber so konnte ich schon mal für den Anruf aus New York üben

 In meinem mobilen Büro in Bochum...

In meinem mobilen Büro in Bochum...

Als es Sonntag Abend an den Rücktransport meiner Sachen nach Dortmund ging zeigte sich das Wetter von seiner eher feuchten Seite. So ein Glück das Alex zufällig in Bochum wohnt UND dieses attraktiv große Auto hat. Da passt glatt meine Kunst und Fahrrad mit Anhänger hinein :-) -Vielen Dank noch mal, dafür!

 Hügel, Internationale Kunst-Transporte mit Müller im Gangsta-Onesy

Hügel, Internationale Kunst-Transporte mit Müller im Gangsta-Onesy

Der Frieden Trügt

Ich war im April/Mai diesen Jahres für einen Monat für eine kleine NGO, der NoBorder Kitchen im Einsatz auf Lesbos. Das fotografische Ergebnis dieses Aufenthalts mündete in die Bildserie 'der Frieden Trügt'. Die sieben Panoramen zeigen Orte, die in engem Zusammenhang mit der Flüchtlingsbewegung auf und über diese Insel stehen. Einige davon werden nicht offen kommuniziert, andere fanden sich schon oft in der Medienberichterstattung wieder. Allen Panoramen ist gemein, das sie abbilden, wie sich das Offensichtliche in der Landschaft der Ferieninsel verbirgt.

Grabstein auf einem Gräberfeld auf Lesbos

Gräberfeld auf Lesbos

Mit der Flüchtlingswelle in 2015 verdichtete sich das Problem das es auf der Insel keine ausreichende Gräberflächen gibt. Eine Insel mit 30.000, mehrheitlich orthodoxen, Einwohnern hat eben auch nur Friedhofskapazitäten für 30.000 Menschen. Die Menge an auf der Flucht Ertrunkenen und an Erschöpfung Gestorbenen lastete die Kühlkapazität auf Lesbos derartig aus, das das Stromnetz zu kollabieren drohte. Aus privater Initiative wurden Äcker angekauft um dort die Menschen gemäß des muslimischen Ritus in Würde zu beerdigen. Nun sind die Gabfelder ein Politikum - ihre Existenz und Position wird geheim gehalten - teils aus Furcht vor Grabschändung durch faschistische Kräfte, teils, weil sie der Beweis des Versagens einer überforderten Verwaltung sind. AKtuell bemüht man sich darum, die Felder nachträglich als Friedhöfe zuzulassen.

Die Müllhalde der Schwimmwesten

Bootswracks, die an der Nordküste von Lesbos angespült wurden

Während in den Jahren davor nur wenige Schiffe mit Flüchtlingen pro Woche an der Küste von Lesbos anlandeten, erreichte die Fluchtbewegung in 2015 eine Höhepunkt: pro Stunde betraten ca. 200 bis 300 Menschen die Strände im Norden der Insel, wo der Abstand zur Türkei nur 3,5 Kilometer beträgt. Innerhalb einer Woche hatte sich die Bevölkerung der Insel verdoppelt - in 2015 sollten über eine Million registrierte Flüchtlinge über die Insel gehen. Die Mensch legte bei Betreten des Strands ihre Schwimmwesten ab, die sich schnell hoch auftürmen sollten. Man beschloss, eine in der Nähe liegende, geschlossene Müllkippe für diesen Plastikmüll zu nutzen. Zu Spitzenzeiten türmten sich dort zwei, ca. 200 Meter lange und acht bis zehn Meter hohe Berge aus Schwimmwesten auf. Sie werden schrittweise in der Müllverbrennung verbrannt. Private Hilfsorganisationen arbeiten sie auch zu Taschen um - über deren Verkauf wird die Flüchtlingsarbeit teilweise refinanziert. Die Schwimmwesten sind nicht erneut benutzbar - zum Grosssteil sind es in der Türkei gefertigte Imitate ohne funktionale Schwimmkörper. Wenn man mit einer solchen Weste ins Meer fällt, saugt sie sich mit Wasser voll und zieht die Person unweigerlich nach unten.

Strandwache am Flughafen Mytilini

Das Bild zeigt das Lagerfeuer einer Strandwache am Flughafen Mytilini. Rechts und links Wohnwagen in denen Wärmedecken und trockene Kleidung lagern und ein beschädigtes Boot. Am Horizont erkennt man die etwa 6 Kilometer entfernte, türkische Küste. Bei Dunkelheit seuern von dort aus die Flüchtlingsboote das Leuchtfeuer des Flughafens an. Die Menschen in den Booten wissen nicht das gegen 24:00 dieses Licht erlischt und sie orientierungslos sein werden. Nachts warten hier Freiwillige neben dem Lagerfeuer auf die Boote und geben so eine Hilfestellung damit sie nicht in die offene See abgetrieben werden.

Altes Hotel

Eine von vielen Ruinen einer ehemals besseren Zeit auf Lesbos - Immobilien wie diese bieten Unterschlupf für jene, die nicht in den Lagern leben wollen oder können.

Tote Vegetation

Entlang dieser Straße hat es letztes Jahr gebrannt. DIe Vegetationsphase endet auf Lesbos Ende Mai. Ab da ist es meist über 40 Grad heiss und staubtrocken. Waldbrände sind dann an der Tagesordnung. Häufig liegt dem Brandstiftung zugrunde. Bewaldete Gebiete dürfen nicht bebaut werden. Wer auf solchem Gebiet Bauen möchte, zündet traditionell den Wald an da nach dem Abbrennen der Vegetation in der Regel eine Baugenehmigung erteilt wird. Inzwischen hat die Wirtschaftskrise solche Bauunternehmungen vereitelt. Leider gelingt inzwischen nicht mehr die Aufforstung. Das Klima ist inzwischen viel zu trocken als das Bäume dauerhaft angehen würden.

mossbewachsene Steine im Gebirge von Lesbos

Lesbos ist eine Destination für Liebhaber von bizarren Steinformationen und Trockenvegetation. Die stark verwitterten Gebirge sind als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet. Der 'Urlaubswert' der Insel ist durch die Berichterstattung über die Flüchtlingskrise stark ins Hintertreffen geraten.

Das Leuchten von Mytilini

In er Nacht strahlt die Hauptstadt von Lesbos wie ein Juwel - am Horizont erkennt man das Leuchten der türkischen Küste. Die Stadt ist eine Orientierung beim Weg über das Meer